Pressemeldung:

 

Chor der Stiftskirchenkonzerte singt  Orffs “Carmina burana”  in Kleve

 

Emmerich/Rees. Der Chor der Stiftskirchenkonzerte schließt sich den “Klever Stimmen” an, die am Samstag, 10. Juni 2017,  in der Xox-Halle Kleve mit den ausgelassenen und wirkungsvollen Gesängen der “Carmina burana” das Stadtjubiläum von Kleve bejubeln werden. Der Dirigent ist Stefan Burs, es spielt die Camerata Louis Spohr aus Düsseldorf.

 

Wer sich für dieses Projekt dem von Theo Römer geleiteten Konzertchor anschließen möchte, kann sich anmelden unter der E-Mail-Adresse stiftskirchenkonzerte@t-online.de.

Die Proben finden in der Regel montags ab 19. 30 Uhr im Irmgardis-Saal des Klosters Aspel statt, zum Auftakt gibt es am 3./4. März einen Wochenend-Workshop, nicht zuletzt für diejenigen, die montags nicht regelmäßig die Proben besuchen können. Gemeinsame Proben mit der Klever Singgemeinde finden am 1. April und 6. Mai in Aspel statt.

 

 

 

 

 

 


RHEINISCHE POST

DIENSTAG, 20. MÄRZ 2012

 St. Vitus: Ergreifendes Stiftskirchenkonzert

 

 VON WOLFGANG DAHMS

 ELTEN

Wie kann Musik die Seele des Menschen erreichen? Das Eltener Stiftskirchenkonzert am Sonntag „Paradisi gloria“  gab in Auswahl und Durchführung ein beeindruckendes Beispiel.

 

Am Anfang stand das „Magnificat“, der Lobgesang Mariens, in einer Vertonung des Barockkomponisten Antonio Vivaldi. Besonders hervorzuheben die beseelte Einleitung des Chores, der die Zuhörer gleichsam in eine andere Welt entrückte, und das hervorragende Miteinander der beiden Solistinnen Claudia Couwenbergh (Sopran) und Regula Boeninger (Alt). Das Philharmonische Orchester zeigte sich als einfühlsamer Begleiter, und Dirigent Theo Römer führte mit klarer Gestik durch die wechselnden Tempi und Stimmungen des „Magnificat“.

 

Das menschliche Leid wurde greifbar in der Vertonung des „Stabat Mater“ des im Alter von nur    26 Jahren verstorbenen italienischen Komponisten Giovanni Battista Pergolesi. Die Solistinnen Claudia Couwenbergh und Regula Boeninger gestalteten das Werk mit viel Empathie, und in den Violinen das Philharmonischen Orchesters konnte man gleichsam das „Schwert des Leidens“ hören.

Im „Ave verum corpus“ von Mozart zeichnete der Chor wunderbare musikalische Bögen und intonierte im Mittelteil (cujus latus) sehr sauber. Theo Römer führte Orchester und Chor zu einer überzeugenden Interpretation dieser Perle der Chormusik. 

Dem „Requiem“ des französischen Komponisten Gabriel Fauré fehlt das Bedrohliche und Angst machende, es strahlt mehr die Hoffnung und eine stille Zuversicht aus. Hier konnte Bariton Franz Gerihsen sein ganzes sängerisches Können zeigen. In klarer und überzeugender Kontur trug er die Befreiungsbitte des „Libera me“ vor.
Das „Fauré-Requiem“ stellt für den Chor eine besondere Herausforderung dar, da die Sängerinnen und Sänger sich ständig in neue Harmonien „einhören“ müssen. Diese Aufgabe meisterte der Chor der Stiftskirchenkonzerte in herausragender Weise und intonierte selbst die schwierigsten Passagen sicher und transparent. Zur beeindruckenden Interpretation trugen weiter Ute Blaumer an der Harfe, Christoph Lehmann am Orgelpositiv, Bernd Kämpf an der Orgel der Stiftskirche und ein aufmerksam musizierendes Philharmonisches Orchester bei.

Respekt und Anerkennung für Theo Römer, nunmehr seit 42 Jahren Leiter der Stiftskirchenkonzerte, und die Ausführenden für die beeindruckende Aufführung klang im langanhaltenden Beifall der Besucher mit. Das ergreifende Konzert endete mit dem Schlusschoral aus der Johannes-Passion von Bach, der in Erinnerung an den im vergangenen November verstorbene langjährigen Rektor der Albert-Schweitzer-Grundschule, Rolf Hanke, erklang.